
Ich fuhr bereits um 17:00 Uhr am Vortag an die Strecke, um mein Kart der technischen Abnahme vorzustellen. Dadurch musste ich mich am Renntag nicht unnötig morgens abhetzen. Ich kam um ca. 08:00 Uhr morgens an der Strecke an. Nachdem ich mein Auto mitsamt dem Anhänger und Kart geparkt hatte, packte ich zuerst einmal alles aus und besuchte die Fahrerbesprechung.Freies Training
Da ich mein Kart die Tage zuvor schon fertig vorbereitet hatte, musste ich nur noch tanken und mich umziehen. Um 09:30 Uhr begann für meine Klasse (KF2 und ICA/100 Senioren) das freihe Training. Ich fuhr meine alten weißen Vegas, die schon 2 Clubrennen und noch einige Runden aus Liedolsheim drauf hatten. Ich stellte den Reinfendruck versuchsweise auf wahnwitzige 1,1 bar kalt vorne und 1,0 bar hinten ein. Ich fuhr meine Bestzeit bereits in der 3. Runde mit 35,043 sec und war damit insges. 4. schnellster, aber schnellster 100'er Fahrer. Schneller waren die KF2 Fahrer. Die restlichen 9 Runden waren nur noch im 36'er Bereich. Die Strecke hatte morgens schon sehr viel Grip zu bieten. Deshalb entschied ich mich die hintere Spurbreite 1 cm breiter auf 1,39m einzustellen, was sich im Nachhinein als Fehler herausstellte.Das Zeittraining
begann für meine Klasse um 10:45 Uhr. Ich fuhr mit neuen Reifen (Vega weiß ) raus. Nach ca. 2 Minuten gab es nach der Startkurve einen Unfall, der es unmöglich machte das Zeittraining weiter zu fahren. Einige Karts standen mitten auf der Strecke, außerdem waren Streckenposten und Fahrer auf und neben der Strecke unterwegs. Der Rennleiter brach daraufhin das Training ab. Gleich im Anschluss gab es für uns eine Reparaturpause und die Junioren durften ihr Zeittraining absolvieren. Als es für uns dann schließlich weiter ging, hatten wir nur noch 8 Minuten Zeit um uns einen guten Startplatz für das 1. Rennen zu sichern. Ich fuhr die 7. schnellste Zeit mit 34,944 sec und war damit 3. bei den 100'ern. Ich hatte das Gefühl, dass das Chassis hinten etwas zu wenig Grip aufbaut. Mit dem Reifendruck bin ich etwas runter auf 0,85 bar hinten. Ich stellte die Spurbreite hinten daraufhin wieder zurück auf 1,38m.Das 1. Rennen
Es war schon sehr aufregend seinen Startplatz einzunehmen, den Streckensprecher zu hören und die ganzen Fahrer inkl. der Helfer, die um einen herum standen/wuselten zu sehen. Ich stand zum Glück auf der Innenseite in Reihe 4. Nach einer kurzen Fahrerbesprechung ging das große Feld mit insges. 23 Fahrern auf die Reise.
Leider klappte es nicht ganz mit der ersten Formationsrunde, so dass wir eine weitere fahren mussten. Diesmal klappte die Formationsrunde und der Start wurde freigegeben. Gleich in der ersten Runde ging es ziemlich zur Sache. Ich habe den Start etwas verpennt und kam verspätet weg. Ein Fahrer überholte mich rechts außen, einige fuhren links vorbei. Zu zweit fuhren wir nebeneinander in die erste Rechtskurve. Ich musste zurück stecken und der andere fuhr mir dabei über meinen rechten Vorderreifen. Jetzt war ich auf Platz 13 und schaute, dass ich heil durch die erste Runde komme bis sich das Feld etwas sortiert hatte. Ich hing dann rundenlang hinter Manfred Vogel fest bis sich plötzlich die beiden Christall Brüder, die vor uns lagen, abgeschossen haben. Wir dankten und fuhren vorbei. Ich beendete das Rennen auf Platz 11 liegend. Ich war aber trotzdem zufrieden und war froh alles heil überstanden zu haben. Ich musste nach dem Rennen auf die Waage. Mein Gewicht lag bei 157 kg. Gerademal 2 kg oberhalb des Mindestgewichts. Der linke Hinterreifen sah ziemlich fertig aus, ich hatte den Reifendruck ein bisschen zu hoch eingestellt.Das 2. Rennen
Aus dem Mittelfeld startend rechnete ich mir aufgrund der vielen Fahrer vor mir wenig Chancen aus weiter nach vorne zu kommen. Ich hatte die Pause dazu genutzt um ein paar Anpassungen vorzunehmen. Die Übersetzung änderte ich auf 9/88, die Spurbreite ließ ich bei 1,38m, ich überlegte noch den vorderen Stabi auszubauen, habe es aber dann doch lieber gelassen. Da der linke Hinterreifen nach dem ersten Rennen derart schlimm aussah und wir nicht sicher waren, ob er das nächste Rennen über 20 Runden überstehen würde, entschlossen wir uns kurzerhand die Reifen auf der Felge zu drehen. Zum Glück hatte Frank (Nr. 32) ein Reifenmontiergerät dabei, womit das ummontieren schnell erledigt war. Den Reifendruck habe ich etwas abgelassen. Ich glaube auf 0,8 bar kalt. Im Rennen konnte ich von Anfang an angreifen und konnte mir einige spannende Zweikämpfe mit einem LGK Fahrer liefern. Die Übersetzung zu kürzen war die absolut richtige Entscheidung. Ich konnte den vor mir liegenden Fahrer quasi aus der Spitzkehre heraus vor mir herschieben. Ich fuhr ca. die Hälfte des Rennens hinter ihm in ein paar Zentimeter Abstand her, bis ich ihn schließlich in der Rechtskurve nach dem Infield, vor dem Fahrerlager ausbeschleunigen konnte. Die nächsten paar Runden konnte ich mich sogar noch ein bisschen absetzen und beendete das Rennen als siebter.Gesamtwertung
Nur die Wertung für meine Klasse betrachtend lag ich im 1. Rennen auf dem 6. Platz und im 2. Rennen sogar auf Platz 3! In der Tageswertung lag ich dadurch auf Platz 4 mit 27 Punkten.
Zusammenfassend muss ich sagen, dass es mir riesig Spaß gemacht hat. Besonders möchte ich erwähnen, dass mir die Freunde am Streckenrand, die mich angefeuert haben, viel Auftrieb gegeben haben! Das war spitze. Für mein erstes großes Rennen bin ich sehr zufrieden.
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Das komplette Video im Original gibt es hier Badenpokal_Video